KI-Integration in bestehende Systeme: So läuft es ab

Nick van der Falk, KI-Experte für den Mittelstand bei DND Systems

· KI-Experte für den Mittelstand

8 Min. Lesezeit · Aktualisiert Juni 2026

IT-Mitarbeiter verbindet Kabel im Serverschrank eines Betriebs – KI Integration

In einer Steuerkanzlei mit 9 Mitarbeitern läuft die Buchhaltung über DATEV, die Terminplanung über Outlook und die Mandantenakte über ein eigenes Aktenprogramm. Drei Programme, die nie miteinander gesprochen haben. Jede Information wird von Hand von einem System ins andere übertragen.

Genau an dieser Stelle setzt KI Integration an. Eine neue Software wird so an die vorhandenen Programme angeschlossen, dass sie Daten lesen und eintragen kann, ohne dass jemand ständig zwischen Fenstern wechselt. Die Kanzlei muss dafür kein neues System kaufen. Die vorhandene Technik bleibt stehen.

In diesem Artikel erklären wir, was bei so einer Integration technisch passiert, was Ihr Betrieb dafür bereitstellen muss, wie der Ablauf in der Praxis aussieht und was dabei erfahrungsgemäß schiefgeht.

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Was passiert bei einer KI-Integration technisch?

Im Kern wird eine Schnittstelle gebaut, also eine Verbindung zwischen zwei Programmen. Über diese Verbindung kann die KI-Software Daten aus Ihrem bestehenden System lesen und dort auch wieder Daten eintragen. Das läuft über sogenannte Programmierschnittstellen, kurz APIs, die viele moderne Programme wie DATEV, Lexware oder gängige ERP-Systeme bereits eingebaut haben.

Hat ein System keine solche Schnittstelle, weil es sehr alt ist, gibt es Umwege. Die Software kann zum Beispiel Exportdateien einlesen, die das alte Programm ohnehin erzeugt, etwa eine Excel-Liste oder eine CSV-Datei. Das ist weniger elegant, funktioniert in der Praxis aber oft zuverlässig.

Die KI selbst sitzt dabei nicht im alten Programm, sondern daneben. Sie liest Informationen, etwa eine eingehende E-Mail oder ein gescanntes Dokument, versteht deren Inhalt und trägt das Ergebnis über die Schnittstelle in Ihr bestehendes System ein. Ihr Team bedient danach weiter dieselbe Software wie vorher.

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Was muss unser Betrieb dafür bereitstellen?

Sie brauchen keine eigene IT-Abteilung und kein technisches Vorwissen. Wichtig ist, dass jemand im Betrieb die tatsächlichen Abläufe kennt und Fragen dazu beantworten kann. Meist ist das die Person, die die betroffene Arbeit heute selbst erledigt.

Technisch benötigen wir Zugangsdaten oder eine Freigabe für die Programme, die angebunden werden sollen. Das übernimmt in der Regel Ihr Software-Anbieter oder Ihr bisheriger IT-Dienstleister mit wenigen Klicks. Zusätzlich brauchen wir echte Beispieldaten, etwa zehn bis zwanzig typische Rechnungen oder E-Mails, damit die Software an realen Fällen lernt.

  • Einen Ansprechpartner, der die tägliche Arbeit im betroffenen Bereich kennt.
  • Zugangsdaten oder eine Freigabe für die anzubindenden Programme.
  • Kontakt zum bisherigen IT-Dienstleister oder Software-Anbieter, falls Rückfragen entstehen.
  • Zehn bis zwanzig echte Beispieldokumente aus dem Alltag, etwa Rechnungen oder Anfragen.
  • Eine kurze Entscheidung, wer im Betrieb die fertigen Ergebnisse künftig freigibt.
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Wie läuft die KI Integration Schritt für Schritt ab?

Ein Integrationsprojekt folgt in unseren Projekten immer einem ähnlichen Muster. Die Reihenfolge sorgt dafür, dass Fehler früh auffallen und nicht erst am Ende, wenn schon viel gebaut wurde.

  • Schritt 1: Wir sichten Ihre bestehenden Programme und prüfen, welche Schnittstellen vorhanden sind.
  • Schritt 2: Wir legen mit Ihnen fest, welche Daten fließen sollen und wer die Ergebnisse freigibt.
  • Schritt 3: Wir bauen die Schnittstelle und testen sie zunächst nur mit Beispieldaten, nicht im echten Betrieb.
  • Schritt 4: Wir lassen die Software eine Woche parallel zum bisherigen Ablauf mitlaufen und vergleichen die Ergebnisse.
  • Schritt 5: Nach der Freigabe schalten wir die Verbindung für den täglichen Gebrauch scharf und weisen Ihr Team ein.
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Was kann bei der Integration schiefgehen?

Die häufigste Schwierigkeit ist eine veraltete Programmversion ohne moderne Schnittstelle. Dann dauert der Anschluss länger, weil ein Umweg über Dateiexporte nötig ist. Das lässt sich meist lösen, kostet aber zusätzliche Tage.

Ein zweites Problem sind fehlende Zugriffsrechte, etwa weil der bisherige IT-Dienstleister nicht erreichbar ist oder Zugänge nur eine einzelne Person im Betrieb kennt. Das kann ein Projekt um Wochen verzögern, wenn es nicht früh geklärt wird.

Drittens scheitert es manchmal an unklaren Zuständigkeiten: Niemand fühlt sich zuständig, die Testergebnisse zu prüfen. Deshalb legen wir vor Projektstart immer fest, wer im Betrieb die Ergebnisse freigibt und ansprechbar ist.

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Wie viel Aufwand bedeutet das für unseren Betrieb in Tagen?

Für eine einzelne Anbindung, etwa an ein Buchhaltungsprogramm, rechnen wir in unseren Projekten mit zehn bis fünfzehn Arbeitstagen von der ersten Sichtung bis zum laufenden Betrieb. Ihr eigener Zeitaufwand darin liegt bei wenigen Stunden, verteilt auf zwei bis drei kurze Gespräche.

Sollen mehrere Systeme gleichzeitig angebunden werden, etwa ERP, E-Mail und ein Kundenprogramm, steigt der Aufwand auf zwanzig bis dreißig Arbeitstage. Das liegt vor allem daran, dass jede Schnittstelle einzeln getestet werden muss, nicht daran, dass die Arbeit für Sie aufwendiger wird.

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Wann lohnt sich eine KI-Integration nicht?

Wenn ein Arbeitsablauf nur einmal im Monat vorkommt und wenige Minuten dauert, lohnt sich eine technische Anbindung meist nicht. Der Aufwand für Bau und Pflege der Schnittstelle steht dann in keinem Verhältnis zur eingesparten Zeit.

Auch wenn ein Betrieb sein Kernsystem ohnehin in den nächsten Monaten wechseln will, warten wir lieber, bis das neue System steht. Eine Integration in ein System, das bald abgeschafft wird, ist verlorene Arbeit. In solchen Fällen sagen wir das offen, statt trotzdem ein Angebot zu schreiben.

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  1. Eine KI-Integration ersetzt keine Ihrer bestehenden Programme, sondern verbindet eine neue Software über eine Schnittstelle mit dem, was Sie schon nutzen.
  2. Der größte Aufwand liegt selten in Ihrem eigenen Zeitbudget, sondern in vorbereitenden Fragen wie Zugängen, Rechten und Zuständigkeiten.
  3. Bevor Sie ein Projekt starten, listen Sie auf, welche Programme in Ihrem Betrieb täglich benutzt werden, und klären Sie, wer dafür die Zugangsdaten hat.

Häufige Fragen

Muss unser bestehendes ERP-System ausgetauscht werden?
Nein, in aller Regel nicht. Bei einer KI-Integration wird eine Verbindung zu Ihrem vorhandenen ERP-System gebaut, keine Ablösung. Nur wenn ein System so alt ist, dass es keine Datenschnittstelle mehr anbietet, wird ein Umweg über Dateiexporte nötig. Ein kompletter Austausch ist selbst dann meist nicht erforderlich.
Wie lange dauert eine typische KI-Integration?
Für eine einzelne Anbindung rechnen wir in unseren Projekten mit zehn bis fünfzehn Arbeitstagen. Bei mehreren Systemen gleichzeitig, etwa ERP und E-Mail zusammen, steigt der Aufwand auf zwanzig bis dreißig Arbeitstage. Der Zeitaufwand für Ihr eigenes Team bleibt dabei mit wenigen Stunden gering.
Welche Zugänge müssen wir für die Integration bereitstellen?
Sie benötigen Zugangsdaten oder eine Freigabe für die Programme, die angebunden werden sollen, etwa Ihr Buchhaltungsprogramm oder Ihr Kundenprogramm. Häufig kann das Ihr bisheriger IT-Dienstleister mit wenigen Klicks freigeben. Zusätzlich brauchen wir echte Beispieldokumente, damit die Software an realen Fällen getestet werden kann.
Was passiert, wenn unser System keine moderne Schnittstelle hat?
Dann läuft die Anbindung über einen Umweg, etwa über Dateien, die Ihr Programm ohnehin exportiert, zum Beispiel als Excel- oder CSV-Datei. Das funktioniert in der Praxis oft zuverlässig, dauert aber länger als eine direkte Schnittstelle. Wir prüfen das bereits im ersten Gespräch, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben.
Sehen unsere Mitarbeiter nach der Integration eine neue Oberfläche?
Meistens nicht. Die KI arbeitet im Hintergrund und trägt Ergebnisse in Ihr gewohntes Programm ein. Ihr Team arbeitet weiter mit der bekannten Software, muss also keine neue Bedienoberfläche lernen. Nur an einzelnen Stellen, etwa bei einer Freigabe, sieht ein Mitarbeiter einen zusätzlichen Bildschirm.
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01Was Sie bekommen

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02Mit wem Sie sprechen
Nick van der Falk, KI-Experte für den Mittelstand bei DND Systems

Nick van der Falk

KI-Experte für den Mittelstand

Ich kann Ihnen helfen, in Ihrem Unternehmen auf KI-Mitarbeiter umzustellen."
03Ihr nächster Schritt

Nennen Sie uns die Aufgabe, die am meisten Zeit frisst

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Was danach passiert

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  2. 2

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Das passiert, wenn Sie nicht auf KI umstellen

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Wer nicht umstellt, wird aus dem Markt gedrängt.

In den kommenden zwei bis drei Jahren wird KI im Mittelstand zum Standard — nicht zur Option.

Das ist keine Panikmache — das passiert gerade real in den ersten Branchen. Und die meisten Betriebe scheitern nicht am Willen, sondern daran, dass sie nicht genau wissen, wie sie diesen Weg gehen sollen. Genau das zeigen wir Ihnen — und setzen es auf Wunsch auch für Sie um. Wir schaffen Klarheit und setzen um.

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