KI in der Arztpraxis: Telefon, Termine, Dokumentation

Nick van der Falk, KI-Experte für den Mittelstand bei DND Systems

· KI-Experte für den Mittelstand

9 Min. Lesezeit · Aktualisiert September 2026

Empfang einer Arztpraxis mit Patientenannahme – KI in der Arztpraxis

Montagmorgen, kurz nach acht, in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten und sieben Mitarbeiterinnen. Das Telefon klingelt im Sekundentakt, im Wartezimmer stehen schon die ersten Patienten an der Anmeldung, und nebenbei soll noch ein Rezept für eine Stammpatientin vorbereitet werden. Eine Arzthelferin jongliert zwischen Hörer, Anmeldebildschirm und Faxgerät, während im Hintergrund die Praxissoftware auf Befunde wartet, die noch niemand eingetragen hat.

Genau in solchen Praxen wird seit einiger Zeit über KI in der Arztpraxis gesprochen. Gemeint ist kein Computer, der Patienten untersucht, sondern ein Programm, das die Abläufe rund um Anrufe, Termine und Schreibarbeit übernimmt. Es liest mit, trägt Daten ein und bereitet Dinge vor, die vorher eine Mitarbeiterin von Hand erledigt hat.

Wichtig vorweg: Medizinische Entscheidungen bleiben immer bei Arzt oder Ärztin. Eine KI in der Arztpraxis darf organisieren, erinnern und vorbereiten. Sie darf niemals einschätzen, ob ein Symptom harmlos oder gefährlich ist. Wie eine solche Abgrenzung in der Praxis tatsächlich aussieht, zeigen wir Ihnen an einem durchgerechneten Beispiel.

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Was macht eine KI in der Arztpraxis wirklich?

Eine KI in der Arztpraxis ist ein Programm, das im Hintergrund der Praxissoftware läuft und Routineaufgaben erledigt. Sie nimmt Telefonanrufe entgegen, erkennt das Anliegen und ordnet es einer Kategorie zu: Terminwunsch, Rezeptanfrage, Rückruf, allgemeine Frage zu Öffnungszeiten.

Bei einem Terminwunsch schlägt die KI freie Slots aus dem Kalendersystem vor und trägt den bestätigten Termin direkt ein. Bei einer Rezeptanfrage nimmt sie Name, Geburtsdatum und gewünschtes Medikament auf und legt einen Vorgang an, den die medizinische Fachangestellte oder der Arzt am Ende des Vormittags durchsieht und freigibt.

Die KI stellt keine eigene Rückfrage zu Symptomen und gibt keine Einschätzung ab, ob ein Anliegen dringend ist. Sobald ein Anrufer über akute Beschwerden spricht, verweist das System sofort an eine Mitarbeiterin oder, außerhalb der Sprechzeiten, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

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Wie läuft ein typischer Anruf mit KI-Unterstützung ab?

So sieht ein Ablauf in unseren Projekten typischerweise aus, Schritt für Schritt nachvollziehbar für jede Mitarbeiterin:

  • Schritt 1: Die KI nimmt den Anruf entgegen und fragt nach dem Anliegen in einfachen Worten.
  • Schritt 2: Bei einem Terminwunsch fragt sie nach Name, Geburtsdatum und grobem Grund, etwa Kontrolle oder Impfung.
  • Schritt 3: Sie gleicht freie Zeiten mit dem Terminkalender ab und schlägt zwei bis drei Optionen vor.
  • Schritt 4: Nach Bestätigung trägt sie den Termin ein und verschickt eine Erinnerung per SMS oder E-Mail.
  • Schritt 5: Erkennt sie Warnsignale wie starke Schmerzen oder Atemnot, verbindet sie sofort zu einer Mitarbeiterin, ohne selbst zu bewerten.
  • Schritt 6: Rezeptanfragen legt sie als Vorgang in der Praxissoftware an, den ein Arzt am Ende des Tages freigibt oder ablehnt.
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Wie bleibt die ärztliche Schweigepflicht gewahrt?

Die ärztliche Schweigepflicht gilt für den KI-Mitarbeiter genauso wie für jede Angestellte der Praxis. Patientendaten dürfen nur innerhalb der geschützten Praxissoftware verarbeitet werden, nicht auf beliebigen Servern im Ausland.

In unseren Projekten läuft die Sprachverarbeitung deshalb über Server in Deutschland oder der EU, mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag, der die DSGVO-konforme Nutzung schriftlich regelt. Zugriff auf Patientendaten hat nur, wer ihn für seine Aufgabe wirklich braucht, jede Abfrage wird protokolliert.

Vor dem Start prüft ein Datenschutzbeauftragter oder eine spezialisierte Kanzlei das Konzept. Das ist kein optionaler Schritt, sondern Voraussetzung dafür, dass eine Praxis eine KI überhaupt einsetzen darf.

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Was kostet eine KI-Lösung für eine Arztpraxis?

In unseren Projekten liegt die einmalige Einrichtung, abhängig davon, wie viele Abläufe angebunden werden, typisch zwischen 6.000 und 25.000 Euro. Der laufende Betrieb mit Hosting, Sprachmodell-Nutzung und Wartung kostet typisch 200 bis 900 Euro im Monat.

Rechnen wir ein Beispiel durch: Eine Praxis mit drei Ärzten und sieben Mitarbeiterinnen erhält täglich etwa 60 Anrufe, davon sind rund 35 reine Terminwünsche. Eine Mitarbeiterin braucht dafür im Schnitt 3 Minuten pro Anruf, also 105 Minuten täglich, das sind 35 Stunden im Monat bei 20 Arbeitstagen.

Bei einem Stundensatz von 28 Euro für medizinische Fachangestellte entspricht das 980 Euro Personalkosten im Monat allein für Terminanrufe. Übernimmt die KI drei Viertel dieser Anrufe vollständig, bleiben rund 735 Euro Ersparnis im Monat. Nach Abzug von angenommen 350 Euro laufenden Kosten bleiben 385 Euro Vorteil im Monat, dazu kommt spürbar mehr Ruhe an der Anmeldung, was sich nicht in Euro beziffern lässt.

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Wo hört die KI auf und wo fängt der Arzt an?

Eine klare Grenze ist Pflicht: Die KI stellt keine Diagnosen, gibt keine Therapieempfehlungen und beantwortet keine Fragen zu Symptomen oder Medikamentenwirkung. Solche Anfragen leitet sie ausnahmslos an medizinisches Personal weiter.

Auch bei Rezeptanfragen entscheidet immer ein Arzt, ob ein Medikament tatsächlich verlängert wird. Die KI bereitet den Vorgang nur vor, sie klickt kein Rezept frei. Diese Trennung schützt Patienten und schützt die Praxis vor Haftungsrisiken.

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Wann lohnt sich eine KI in der Arztpraxis nicht?

Bei einer kleinen Einzelpraxis mit wenigen Anrufen am Tag rechnet sich eine umfassende KI-Lösung oft nicht, dort reicht häufig ein einfacher Anrufbeantworter mit Rückrufbitte. Auch wenn die Praxissoftware veraltet ist und keine Schnittstelle, also keine Verbindung zu anderen Programmen, anbietet, wird die Anbindung aufwendig und teuer.

Praxen, die grundsätzlich sehr unterschiedliche, spontane Abläufe haben und ungern feste Regeln für Terminvergabe oder Rezeptprozesse festlegen wollen, tun sich mit einer KI schwer. Die Software braucht klare Regeln, um zuverlässig zu funktionieren.

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  1. Eine KI in der Arztpraxis übernimmt Anrufe, Terminvergabe und die Vorbereitung von Rezeptvorgängen, medizinische Entscheidungen bleiben aber immer beim Praxisteam.
  2. Datenschutz und Schweigepflicht sind kein Zusatzthema, sondern die Grundlage jedes Projekts, deshalb gehören Server-Standort und Auftragsverarbeitungsvertrag von Anfang an auf den Tisch.
  3. Ob sich eine solche Lösung für die eigene Praxis rechnet, hängt von Anrufaufkommen und Praxissoftware ab, ein kurzes Gespräch klärt das schneller als jede Recherche im Internet.

Häufige Fragen

Darf eine KI in der Arztpraxis Diagnosen stellen?
Nein, eine KI in der Arztpraxis stellt keine Diagnosen und gibt keine medizinische Beratung. Sie übernimmt organisatorische Aufgaben wie Terminvergabe, Anrufannahme und die Vorbereitung von Dokumentation. Fragen zu Symptomen oder Beschwerden leitet sie immer an medizinisches Personal weiter, das die Einschätzung übernimmt.
Ist eine KI am Praxistelefon DSGVO-konform möglich?
Ja, wenn die Datenverarbeitung auf Servern in Deutschland oder der EU läuft und ein Auftragsverarbeitungsvertrag besteht. Zusätzlich braucht die Praxis eine Prüfung durch einen Datenschutzbeauftragten, bevor Patientendaten über das System verarbeitet werden. Ohne diese Absicherung darf keine Praxis eine solche Lösung einsetzen.
Wer gibt Rezeptanfragen frei, die die KI aufgenommen hat?
Immer ein Arzt oder eine Ärztin der Praxis, nie die KI selbst. Die KI nimmt Name, Geburtsdatum und gewünschtes Medikament auf und legt einen Vorgang in der Praxissoftware an. Die eigentliche Freigabe erfolgt manuell, meist gebündelt am Ende des Vormittags oder Tages.
Was kostet eine KI-Lösung für eine Arztpraxis?
In unseren Projekten liegt die einmalige Einrichtung typisch zwischen 6.000 und 25.000 Euro, abhängig vom Umfang der angebundenen Abläufe. Der laufende Betrieb mit Hosting und Wartung kostet typisch 200 bis 900 Euro im Monat. Die genaue Höhe hängt vor allem davon ab, wie viele Anrufe und welche Vorgänge die Praxis anbinden möchte.
Erkennt die KI einen medizinischen Notfall am Telefon?
Eine KI in der Arztpraxis ist darauf trainiert, bestimmte Warnworte wie starke Schmerzen oder Atemnot zu erkennen und den Anruf sofort an eine Mitarbeiterin weiterzugeben. Sie bewertet den Notfall aber nicht selbst und ersetzt keine medizinische Einschätzung. Außerhalb der Sprechzeiten verweist sie zusätzlich auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Für welche Praxisgröße lohnt sich eine KI-Telefonlösung?
Ab etwa zwei Ärzten mit mehreren Mitarbeiterinnen und einem spürbaren täglichen Anrufaufkommen rechnet sich eine solche Lösung meist. Bei sehr kleinen Einzelpraxen mit wenigen Anrufen am Tag ist oft eine einfachere Lösung wirtschaftlicher. Ein kurzes Gespräch zeigt schnell, ob sich der Aufwand für den eigenen Betrieb lohnt.
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01Was Sie bekommen

In 30 Minuten wissen Sie, welche Aufgaben in Ihrem Betrieb eine KI übernehmen kann.

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02Mit wem Sie sprechen
Nick van der Falk, KI-Experte für den Mittelstand bei DND Systems

Nick van der Falk

KI-Experte für den Mittelstand

Ich kann Ihnen helfen, in Ihrer Praxis auf KI-Mitarbeiter umzustellen."
03Ihr nächster Schritt

Nennen Sie uns die Aufgabe, die am meisten Zeit frisst

Sie müssen nicht wissen, welche Technik dahintersteckt. Schreiben Sie einfach in Ihren Worten, was bei Ihnen am meisten Zeit kostet.

Was danach passiert

  1. 1

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  3. 3

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Wir melden uns persönlich, in der Regel innerhalb eines Werktags. Kein Verkaufsdruck, kein Newsletter. Ihre Daten gehen an niemanden sonst.

04Warum jetzt

Das passiert, wenn Sie nicht auf KI umstellen

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81 % der deutschen Unternehmen planen 2026, KI einzuführen.

Das macht bis zu 30 % mehr Marge.

Weil KI-Mitarbeiter wiederkehrende Aufgaben übernehmen.

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Mehr Geld bleibt für Werbung übrig.

Gesparte Kosten fließen in Marketing — und holen noch mehr Kunden.

Die Kunden wandern zur Konkurrenz.

Mehr Werbebudget zieht Kunden ab — und lässt weniger Markt für Sie.

Wer nicht umstellt, wird aus dem Markt gedrängt.

In den kommenden zwei bis drei Jahren wird KI im Mittelstand zum Standard — nicht zur Option.

Das ist keine Panikmache — das passiert gerade real in den ersten Branchen. Und die meisten Betriebe scheitern nicht am Willen, sondern daran, dass sie nicht genau wissen, wie sie diesen Weg gehen sollen. Genau das zeigen wir Ihnen — und setzen es auf Wunsch auch für Sie um. Wir schaffen Klarheit und setzen um.

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Schieben Sie Ihre Entscheidung nicht auf morgen

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Nick van der Falk
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