KI in der Fertigung?

Nick van der Falk, KI-Experte für den Mittelstand bei DND Systems

· KI-Experte für den Mittelstand

6 Min. Lesezeit · Aktualisiert September 2026

Kurz beantwortet

KI in der Fertigung analysiert Daten von Maschinen, Sensoren und Kameras, um Prozesse zu optimieren. Hauptanwendungen sind die vorausschauende Wartung zur Vermeidung von Ausfällen (Predictive Maintenance) und die automatische Qualitätskontrolle. Ziel ist es, die Produktionseffizienz zu steigern, Kosten zu senken und die Produktqualität konstant zu sichern.

Mitarbeiterin geht einen wiederkehrenden Arbeitsablauf am Schreibtisch durch – KI in der Fertigung

Künstliche Intelligenz (KI) wird in der Fertigung vor allem für drei Aufgaben eingesetzt: die vorausschauende Wartung von Maschinen, die automatisierte Qualitätskontrolle und die Optimierung der Produktionsplanung. Dabei geht es nicht darum, die gesamte Fabrik zu automatisieren, sondern darum, bestehende Abläufe durch intelligente Datenanalyse zuverlässiger und effizienter zu gestalten.

Jeder Geschäftsführer eines produzierenden Betriebs kennt die Probleme: Eine Schlüsselmaschine fällt unvorhergesehen aus und legt die gesamte Linie lahm. Die Qualität eines Zukaufteils schwankt und sorgt für Ausschuss. Die Planung von Aufträgen wird durch viele Abhängigkeiten und kurzfristige Änderungen zum Puzzlespiel. KI ist hier kein Allheilmittel, aber ein sehr wirksames Werkzeug, um genau diese wiederkehrenden Störungen zu minimieren.

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Wo genau setzt KI in der Produktion an?

KI-Systeme in der Fertigung sind darauf spezialisiert, Muster und Abweichungen in großen Datenmengen zu erkennen, die für einen Menschen unsichtbar wären. Sie verarbeiten Informationen aus unterschiedlichsten Quellen wie Temperatursensoren, Vibrationsmessern, Kamerasystemen oder den Daten aus Ihrem ERP-System.

Auf Basis dieser Analysen können sie präzise Vorhersagen treffen oder Aktionen auslösen. Ein KI-System agiert dabei nicht nach starren „Wenn-Dann“-Regeln, sondern lernt aus den Daten, wie ein Normalzustand aussieht und wann eine Abweichung kritisch wird.

  • **Vorausschauende Wartung:** Vorhersage von Maschinenausfällen durch Analyse von Sensordaten (z. B. Vibration, Temperatur, Druck).
  • **Visuelle Qualitätskontrolle:** Automatische Erkennung von Mängeln, Kratzern oder Fehlern an Bauteilen mittels Bilderkennung.
  • **Produktions- und Ressourcenplanung:** Optimierung von Maschinenbelegung, Materialfluss und Lieferketten in Echtzeit.
  • **Robotersteuerung:** Flexible Anpassung von Roboteraktionen an veränderte Bauteile oder Umgebungsbedingungen.
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Beispiel 1: Vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance)

Statt Wartungen in festen Intervallen oder erst nach einem Defekt durchzuführen, ermöglicht KI eine bedarfsgerechte Instandhaltung. Sensoren an einer Maschine erfassen kontinuierlich Betriebsdaten. Ein KI-Modell analysiert diese Daten und erkennt Muster, die typischerweise einem Verschleiß oder einem bevorstehenden Ausfall vorausgehen.

Meldet das System eine solche Anomalie, kann die Wartung gezielt geplant werden, bevor es zu einem teuren Stillstand kommt. Dies vermeidet nicht nur ungeplante Ausfallzeiten, sondern auch den unnötigen Austausch von Teilen, die eigentlich noch intakt sind.

  • Ziel: deutliche Reduzierung ungeplanter Maschinenstillstände.
  • Senkung der Instandhaltungskosten durch bedarfsgerechte Wartung.
  • Verlängerung der Lebensdauer von Maschinen und Anlagen.
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Beispiel 2: Automatische Qualitätskontrolle

Die manuelle Sichtprüfung von Bauteilen ist monoton, fehleranfällig und oft auf Stichproben begrenzt. Eine KI-gestützte Qualitätskontrolle arbeitet anders: Hochauflösende Kameras erfassen jedes einzelne Produkt am Fließband. Ein KI-Algorithmus, der auf tausenden Bildern von „guten“ und „schlechten“ Teilen trainiert wurde, analysiert diese Aufnahmen in Millisekunden.

Das System kann feinste Abweichungen von der Norm erkennen, die dem menschlichen Auge entgehen würden. Fehlerhafte Teile werden sofort und zuverlässig aussortiert. Gleichzeitig liefern die Daten wertvolle Hinweise, an welcher Stelle im vorgelagerten Prozess die Fehlerursache liegen könnte.

  • Ermöglicht eine lückenlose Prüfung jedes Teils statt nur Stichproben.
  • Höhere Erkennungsrate und Konsistenz im Vergleich zur menschlichen Inspektion.
  • Frühzeitige Identifikation von Prozessproblemen durch Analyse von Fehlerhäufungen.
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Was ist der Unterschied zu klassischer Automatisierung?

Klassische Automatisierung, oft als Robotic Process Automation (RPA) bezeichnet, folgt starren, vordefinierten Regeln. Sie kann gut standardisierte, sich immer gleichende Aufgaben abarbeiten. Sobald aber eine unvorhergesehene Situation eintritt — etwa ein Bauteil leicht verschoben ist oder die Lichtverhältnisse sich ändern — versagt sie.

KI-Systeme sind lernfähig. Sie können mit Variabilität und unstrukturierten Daten umgehen. Sie treffen eigenständige Entscheidungen auf Basis von Wahrscheinlichkeiten, die sie aus Erfahrungswerten gelernt haben. Hier kommt der Gedanke des KI-Mitarbeiters ins Spiel: Er führt nicht nur eine starre Aufgabe aus, sondern überwacht einen ganzen Prozessbereich. Er könnte beispielsweise die Daten der Qualitätskontrolle mit denen der Wartung abgleichen und einem Produktionsleiter melden: „Die Fehlerquote an Linie 3 steigt. Gleichzeitig melden die Sensoren von Maschine A erhöhte Vibrationen. Ein Zusammenhang ist wahrscheinlich.“

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Welche Hürden gibt es bei der Einführung?

Die Einführung von KI in der Fertigung ist ein Projekt, keine Software, die man installiert. Die größten Herausforderungen liegen in den Daten, dem notwendigen Fachwissen zur Interpretation und der Einbindung der Mitarbeiter.

Ein KI-Modell ist nur so gut wie die Daten, mit denen es trainiert wird. Oft ist der erste Schritt eines KI-Projekts, die systematische Erfassung und Aufbereitung von Maschinendaten überhaupt erst zu etablieren. Zudem ersetzt die KI nicht den menschlichen Experten, sondern unterstützt ihn. Die finale Entscheidung und die Verantwortung bleiben beim Menschen.

  • **Datenqualität und -verfügbarkeit:** Sind die nötigen Daten vorhanden, zugänglich und von ausreichender Qualität?
  • **Integrationsaufwand:** Wie wird das KI-System an die bestehende IT-Infrastruktur (ERP, MES) angebunden?
  • **Mitarbeiterakzeptanz:** Die Belegschaft muss verstehen, dass die KI sie unterstützt, nicht ersetzt. Schulungen und transparente Kommunikation sind entscheidend.
  • **Anfangsinvestition:** Die Entwicklung eines individuellen KI-Modells ist eine Investition, die sich mittel- bis langfristig amortisieren muss.
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Wie startet man ein KI-Projekt in der Fertigung?

Der größte Fehler ist, ein riesiges „Smart Factory“-Projekt anzugehen. Der beste Weg führt über kleine, klar definierte Schritte. Suchen Sie sich einen einzelnen, konkreten Prozess, der Sie heute regelmäßig Zeit, Geld oder Nerven kostet.

Ein typischer Startpunkt ist eine einzelne Maschine, die für besonders viele Ausfälle bekannt ist, oder ein bestimmtes Produkt, bei dem die Ausschussquote zu hoch ist. Für diesen einen Anwendungsfall wird dann geprüft, welche Daten zur Verfügung stehen und wie eine KI-Lösung aussehen könnte. Erst wenn dieser „Proof of Concept“ erfolgreich ist und einen messbaren Nutzen bringt, wird der nächste Schritt geplant.

  • **1. Prozess identifizieren:** Wählen Sie einen einzelnen, wiederkehrenden und schmerzhaften Prozess aus.
  • **2. Datenlage analysieren:** Prüfen Sie, welche Daten bereits erfasst werden oder mit vertretbarem Aufwand erfasst werden können.
  • **3. Pilotprojekt definieren:** Setzen Sie ein kleines, überschaubares Projekt auf, um den Nutzen der KI für diesen einen Fall zu beweisen.
  • **4. Ergebnis bewerten:** Messen Sie den Erfolg des Pilotprojekts anhand klarer Kennzahlen (z. B. reduzierte Ausfallzeit, gesenkte Fehlerquote).

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  1. Identifizieren Sie in der kommenden Woche einen einzelnen, wiederkehrenden Prozess in Ihrer Fertigung, der regelmäßig zu Störungen, Nacharbeit oder Kosten führt.
  2. Fragen Sie sich, welche Daten in diesem Prozess anfallen – auch wenn sie heute noch nicht systematisch erfasst werden.
  3. Ein Gespräch mit einem Experten kann helfen, das Potenzial für diesen einen Anwendungsfall unverbindlich zu bewerten, bevor Sie eine Investition tätigen.
01Was Sie bekommen

In 30 Minuten wissen Sie, welche Aufgaben in Ihrem Betrieb eine KI übernehmen kann.

Sie haben gerade gelesen, wie KI in der Fertigung funktioniert. Die schwierigste Frage ist nicht das Ob, sondern das Womit anfangen. Nennen Sie uns eine Aufgabe aus Ihrem Alltag — etwa auftragsstatus, Qualitätsdokumentation und Einkauf — und wie viele Stunden pro Woche sie kostet.

Nach 30 Minuten haben Sie

  • Ein klares Ja oder Nein

    Ob sich Ihre Aufgabe für einen KI-Mitarbeiter überhaupt eignet.

  • Eine echte Zahl

    Was es ungefähr kostet — und was Sie realistisch sparen.

  • Den ersten Schritt

    Konkret und umsetzbar. Auch dann, wenn er ohne uns stattfindet.

02Mit wem Sie sprechen
Nick van der Falk, KI-Experte für den Mittelstand bei DND Systems

Nick van der Falk

KI-Experte für den Mittelstand

Ich kann Ihnen helfen, in Ihrer Fertigung auf KI-Mitarbeiter umzustellen."
03Ihr nächster Schritt

Nennen Sie uns die Aufgabe, die am meisten Zeit frisst

Sie müssen nicht wissen, welche Technik dahintersteckt. Schreiben Sie einfach in Ihren Worten, was bei Ihnen am meisten Zeit kostet.

Was danach passiert

  1. 1

    Wir prüfen Ihre Aufgabe

    Wir schauen uns an, ob sich ein KI-Mitarbeiter dafür überhaupt lohnt.

  2. 2

    Wir rufen Sie an

    In der Regel innerhalb eines Werktags — kurz und unverbindlich.

  3. 3

    30 Minuten Klarheit

    Was geht, was nicht, was wäre Ihr erster Schritt.

Wir melden uns persönlich, in der Regel innerhalb eines Werktags. Kein Verkaufsdruck, kein Newsletter. Ihre Daten gehen an niemanden sonst.

04Warum jetzt

Das passiert, wenn Sie nicht auf KI umstellen

Die Konkurrenz stellt jetzt schon auf KI um.

81 % der deutschen Unternehmen planen 2026, KI einzuführen.

Das macht bis zu 30 % mehr Marge.

Weil KI-Mitarbeiter wiederkehrende Aufgaben übernehmen.

Die Kosten sinken massiv.

KI arbeitet rund um die Uhr, braucht keinen Urlaub und keine Sozialabgaben.

Mehr Geld bleibt für Werbung übrig.

Gesparte Kosten fließen in Marketing — und holen noch mehr Kunden.

Die Kunden wandern zur Konkurrenz.

Mehr Werbebudget zieht Kunden ab — und lässt weniger Markt für Sie.

Wer nicht umstellt, wird aus dem Markt gedrängt.

In den kommenden zwei bis drei Jahren wird KI im Mittelstand zum Standard — nicht zur Option.

Das ist keine Panikmache — das passiert gerade real in den ersten Branchen. Und die meisten Betriebe scheitern nicht am Willen, sondern daran, dass sie nicht genau wissen, wie sie diesen Weg gehen sollen. Genau das zeigen wir Ihnen — und setzen es auf Wunsch auch für Sie um. Wir schaffen Klarheit und setzen um.

05Handeln Sie jetzt

Schieben Sie Ihre Entscheidung nicht auf morgen

Ein Gespräch, 30 Minuten, kostenlos. Danach wissen Sie, welche Aufgabe in Ihrem Betrieb sich für einen KI-Mitarbeiter eignet — und was der erste Schritt ist.

Nick van der Falk
Nick van der FalkKI-Experte für den Mittelstand
089 8393 1466
Kostenloses 30-Minuten-Gespräch anfragen

Unverbindlich. Keine Knebelverträge, kein Verkaufsdruck. Lieber schriftlich? Zum Formular

Nick van der Falk im Beratungsgespräch am Tisch

Häufige Fragen

Ersetzt KI die Mitarbeiter in der Produktion?
Nein, KI ersetzt keine Fachkräfte. Sie dient als Werkzeug, das monotone oder übermenschlich schnelle Aufgaben übernimmt. Die Mitarbeiter werden entlastet und können sich auf die komplexen Entscheidungen und die Prozessverbesserung konzentrieren.
Brauchen wir für KI in der Fertigung neue Maschinen?
Nicht zwangsläufig. Oft können bestehende Maschinen mit Sensoren nachgerüstet werden, um die nötigen Daten zu sammeln. Der erste Schritt ist immer zu prüfen, welche Daten Ihre aktuellen Anlagen bereits liefern oder mit geringem Aufwand liefern könnten.
Was kostet ein KI-Projekt in der Fertigung?
Die Kosten sind stark vom Anwendungsfall abhängig. Marktüblich beginnen Pilotprojekte zur Prozessoptimierung in der Fertigung im fünfstelligen Bereich. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach einer detaillierten Analyse des Prozesses und der Datenlage.
Was ist, wenn die KI einen Fehler macht, zum Beispiel ein defektes Teil nicht erkennt?
Kein System ist zu 100 % fehlerfrei. KI-Systeme werden so konzipiert, dass sie eine definierte Genauigkeit erreichen und überwacht werden. Menschen bleiben in der Kontrollfunktion und legen die Schwellenwerte fest, ab wann ein Prozess gestoppt oder ein Mensch eingreifen muss.
Wie lange dauert die Einführung eines KI-Systems für die Qualitätskontrolle?
Die Dauer hängt von der Komplexität und der Datenverfügbarkeit ab. Ein typisches Pilotprojekt von der Analyse bis zum ersten funktionierenden Modell dauert erfahrungsgemäß zwischen drei und sechs Monaten. Die anschließende Feinabstimmung ist ein fortlaufender Prozess.
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